
Behutsame Annäherung an die „Weite Welt“
Meine Entscheidung zum Fahrradwelttourvorhaben, zur Umradelung des Globusses,
begann mit dem 1. Pedaltritt in meinem Kopf. Sozusagen, den ersten Rücktritt und Druck
auf die Hydraulikbremsen meiner Instinkte. Im wahrsten Sinn des Wortes, mit Händen und
Füßen. Ich stellte fest, dass das Leben, auch einer älter werdenden Frau,
noch einiges zu offenbaren hat, sofern sie nur will.
Mein Plan wuchs in gut 3 Jahren zu meinem Einpersonen-Radweltprojekt heran.
Zu einem innigen Wunsch, verbunden mit dem Kennenlernen unserer
weltweiten Schöpfung und ihrer Charaktere.
Das Fahrrad ermöglicht mir in der Fremde, respektvolle Annäherung und ein sanftes
Herantasten an die „Weite Welt“, um mit Sensibilität und selbstbestimmten Stopp und Tritt,
alle meine Chancen des Unterwegsseins wahrzunehmen.
Die Tour ist kein Hals über Kopf Abenteuer-Entscheid, zu welchem ich mich berufen fühle
oder in den ich hineinstürze.
Meine gewissenhaften und seriösen Vorbereitungen ermöglichen mir Zusammenhänge von
Mensch und Kultur schon lange vor- und nun endlich während der Tour zu hinterfragen,
um eine zeitlang zum Teil dieser mir gewaltigen Fremde zu werden.
Ich möchte besonders die andersartige Natur mit seinen Pflanzen und Tieren bewundern
lernen, aber mich auch auf außergewöhnliche Begegnungen mit Menschen einstellen und
freuen dürfen.
Im Zeitalter der Globalisierung, weit entfernt vom Pauschaltouristen, werde ich Land und
Leute hinter den Kulissen verfolgen, um sie mir in mein Gedächtnis einzuprägen.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich stets verantwortlich und ehrerbietend
unterwegs bin, mit offenem Herzen, Glanz in den Augen und hochinteressiertem Geist.
Herzliche Dankesgrüße an alle, die sich für mein Weltradeln interessieren,
einsetzen und mich dabei unterstützen.
Biker-Omi
Brigitte Kleine
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