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Das VERSPRECHEN

Wir schreiben das Jahr 2010

Versprochen hatte ich es, schon vor 4 Jahren. Hoch und heilig versprochen. Hier auf Omis Webseiten wollte ich von der Weltreise und BENNE, Omis Fahrrad berichten. Doch damals als ich das zusagte, wusste ich nicht wovon ich sprach. Ich war ja noch klein, erst 8 Jahre alt und habe nie geglaubt, dass meine Omi soooo lange fort bleibt. Und nun ist sie schon 4 Jahre in der Welt unterwegs. Und Sehnsucht habe ich nach ihr, genau, wie Celine und Hanna. Könnt ihr Euch das vorstellen?

Wenn Omi uns nicht dauernd Fotos, Reisererzählungen und Ansichtskarten schicken würde, hätte ich beinahe vergessen, wie sie aussieht. Ich wüsste auch nicht, wo sie sich gerade mit ihrem Rad BENNE herumtreibt. Erst recht nicht, ob es ihr auch wirklich gut geht.

Ja, meine liebe, liebe Omi, nein sie ist schon so lange fort.

Ich gehe unterdessen zur Realschule und komme jetzt in die 6. Klasse. Ich lerne wie meine große Schwester Celine, ENGLISCH. Die Sprache, die meine Omi nie hat lernen können. Weil sie fast taub ist. Jetzt da ich Englisch lerne, frage ich mich natürlich, wie Omi das überhaupt macht, so ohne Sprache. Mein Gott, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Sie sagt, dass die Menschen anderer Länder sehr gut ihre Gestik verstehen und auch besonders hilfsbereit sind. Aber nicht überall auf der Welt wird Englisch gesprochen. In vielen Dörfern Indiens zum Beispiel leben Menschen, die nie zur Schule gegangen sind. Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Wie fragt Omi die Leute nach einem Weg oder nach einer Unterkunft? Das hat sie mir nicht verraten und es wird wohl ihr ewiges Geheimnis bleiben. Mäuschen möchte ich spielen, von ihrer Lenker-Tasche aus. Einmal zuschauen, wie unsere Omi in der Welt herum radelt. Sie wird bestimmt verstanden, sonst wäre sie gewiss nicht durch 27 Länder gekommen, oder waren es schon mehr? Sie hat ja auch einige Inseln und verschiedene eigenständig lebende Ethnien besucht. Mein Gott was haben wir gezittert, als sie uns schrieb, sie sei mitten im Dschungel. Da, wo giftige Schlangen kriechen, gefährliche Spinnen krabbeln, Malaria-Moskitos, gemeine Stechmücken herumschwirren. Sie startete im September 2006, also vor 4 Jahren in Amsterdam und flog nach Suriname (Südamerika) Sie war in Franz. Guyana und flog nach Costa Rica. Dort hatte später der Jörg vom Hostal “Tranqillo“ zwei Jahre lang Omis schwere Reisetasche gehütet und uns diese mit nach Berlin gebracht.

Hi, Jörg! DANKE sagt meine Omi!

Und auch ich bedanke mich herzlich. Mann, war ich gespannt was da drin war. Wollen Sie wissen was? Nein das können Sie nicht raten. Ich war ja selbst ganz überrascht. Omi hat mir ein echtes Buschmesser aus Kolumbien mitgebracht. Ein verdammt scharfes Busch-Messer, womit die Menschen dort Wildwuchs kurz halten. Denn in den Tropen wächst alles viel, viel schneller als bei uns in Deutschland. Wird der Buschwuchs am Straßenrand und in der Nähe der Wohnhäuser nicht kurz gehalten, verstecken sich dort Schlangen, ekelige Kakerlaken, giftige Spinnen und weiß der Teufel was sonst noch. Sie kriechen durchs Dickicht. Das ist gefährlich. Omi ist in Columbia auch von einem Skorpion gestochen worden und konnte vier Wochen nicht weiter reisen, auch nicht Radfahren. In Venezuela war sie in den Los Llano und sah zum ersten Mal eine Anakonda. In Panama erlebte sie das Kuna-Volk auf den 360 vorgelagerten Inseln. In Nicaragua fuhr sie mit dem Rad bis 10 cm vor den Krater eines noch aktiven Vulkans. Mann hat die Nerven, habe ich damals gedacht. Über El Salvador kam sie nach Guatemala. Dann nach Honduras, und sah sich die Hieroglyphen-Treppe an. Und an der Küste in Ceiba wurde sie von einem Mann mit der Waffe bedroht, überfallen, verletzt und ausgeraubt. Sie war das erste Mal traurig, weil ihr der Mann u.a. ihre geliebte, handgenähte Flagge geklaut hatte, die, die ihr damals in Panama die Eingeborenen der Kuna-Inseln schenkten. Das war damals ihr liebstes Souvenir. Omi musste in ein Krankenhaus für Mittellose. Unvorstellbar! Das war wirklich richtig schlimm. Von Guatemala aus kam sie nach Belize, flog in die USA nach Florida und reiste mit dem Schiff auf die Bahamas. Eine Foto-Show der USA wird später, wenn sie Nordamerika bereist noch vervollständigt.. Zurück in Guatemala ging es dann mit BENNE über die Grenze nach Mexico. Mexico hat sie richtig geliebt. Von Chihuahua bis nach Cancun. Sie war auf der Baja California und auf Cuba. Nun ist Omi in Asien und radelt dort herum Ein Jahr lang ist sie von Thailand aus durch die angrenzenden Länder geradelt und herumgereist. In Kambodscha hat sie das Weltkulturerbe Angkor Wat gesehen. Sie war in Südvietnam in Muy Ne, Saigon und im Mekong Delta. Sie flog zu einem Rad-Club auf die Philippinen und sah die weltberühmten Reisterrassen. Sie radelte von Nordthailand nach Laos, nach Vientiane und kam bis nach Luang Prabang. Von Vientien aus flog sie nach Südchina. Mit einem Maultier ritt sie durch die Bergwelt des Himalajas und traf in Lijiang den weltberühmten Naturmediziner und Arzt Dr. Ho. Von Bangkok aus flog sie später nach Malaysia, stellte  ihr Fahrrad zwischen die Twen Towers. Von Kuala Lumpur aus besuchte die Orang Aslis in ihrem Dorf. Sie war in Kuala Lumpur Ehrengast beim Nationalfeiertag der Flüchtlinge aus Burma, radelte nach Singapur und flog auf die Insel Borneo. Dort traf sie in den Langhäusern ehemalige Kopfjäger des Iban-Stämme. Sie sah Oran Utas und seltene Langnasenaffen. Im Dschungel, der von Landkarten noch überhaupt nicht erfasst ist, besuchte sie Naturvölker. In  Brunei schaute sie sich bei Bandar Seri Bagwan Moscheen an. Sie radelte durch Kotta Kinabalo und in Kuching. Sie flog mit BENNE von den Tropen in die Kälte nach Japan und wurde in Tokyo vom Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in seiner Botschaft empfangen. Zuletzt flog sie nach Indien. Dort hat BENNE, ihr Fahrrad und sie bis in die Südspitze nach Kanyakumari gerollt. Durch traumhafte Landschaften und unzählig schöne Städte des Südens. Nun will sie von Indien aus noch einige angrenzende Länder besuchen. Sri Lanka und Nepal vielleicht. Eventuell den Oman und Dubai. In Dubai ist sie schon einmal im Flieger umgestiegen. Jetzt, als Omi uns zum Zwischenstopp besuchte. Dubai ist eine Wüstenstadt. Vielleicht fliegt sie nach Australien oder Neuseeland. Aber das weiß sie alles  noch nicht so genau. Sie sagt; “kommt Zeit, kommt Rat, und meistens alles anders als geplant“. Und Zeit hat sie, sogar sehr viel Zeit. Omi ist da und hat ihre nächsten abenteuerlichen Ideen schon im Kopf. Unserer Omi geht es gut, das sagt sie jedenfalls. Sie ist fröhlich und glücklich darüber, dass die Menschen auf der ganzen Welt bereit sind Omi eine kleine Reifenumdrehung weit um die Welt zu begleiten. Omi sagt: “Die größten Schwierigkeiten ihrer Reise seien nicht, wo auch immer anzukommen, sondern zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung zu wechseln“. Sie bedankt sich bei allen, die sie dabei weltweit unterstützten.

Ein herzliches DANKESCHÖN!!! 

Omi hat sich bei der Firma Niehaus in Bad Salzuflen ein Falt-Rad gekauft. Superleicht und von Niehaus Zweirad Vertriebs GmbH teilgesponsert.  Sie nimmt ihr neues Pedalo-Bike mit nach Indien. Kleine Flieger transportieren BENNE nämlich nicht. Zu vielen Inseln darf man nur mit 15 kg Gesamtgepäck fliegen. BENNE wiegt leer mit Verpackung und all seinen Schlössern schon 23 kg. Doch sein „KLEINER BRUDER“, so hat Omi das neue Klapprad getauft, wiegt nur 9 kg. Plus der Tuchtasche

Omis Webmaster wird in Zukunft die www.grannies-bike-world-trip.de  nicht mehr einfach so nebenbei pflegen können. Aus diesem Grunde wird ab nun auf diesen Seiten, bis zur Omis Heimkehr, nur noch ihre weltweite Presse-Präsens aktualisiert. Doch wenn Omi heimkommt, wird alles was sie wem auch immer versprochen hat, auf den Webseiten erscheinen und über sie bekannt gegeben.

Nun, es steht ja schon jetzt eine Menge drauf. Sie können sich einige Stunde damit beschäftigen, wenn Sie sich alle Artikel und Fotoshows in Ruhe ansehen möchten.

Viel Freude beim durch- und querlesen.

Euer Nick

 

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